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Vier Unimog-Generationen räumen die Brockenstraße

01. März 2018

Ein Magischer Moment

An einem zunächst düsteren Februartag erklimmt eine ganz besondere Gemeinschaft die verschneite Brockenstraße im Harz. In tiefen Nebel gehüllt erreichen ein U84 (1979), ein U2400 (1995), ein U400 (2004) sowie ein U429 (2018) in kompletter Winterausstattung das Brockenplateau.

Der Wind schneidet eisig und im Abstand von 30 Metern verschwindet alles hinter weiß-grauen Schwaden, als plötzlich Sonnenstrahlen den Himmel durchbrechen und den schroffen Gipfel des Brockens in eine glitzernde Winterlandschaft verwandeln. In diesem traumhaften Licht sieht man die vier Unimog gemeinsam den Schnee bis zu 30 Meter in die klare Luft schleudern. Es ist ein magischer Moment, in dem der Mythos Unimog greifbar ist.

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Winterdienst auf der Brockenstraße

Mit einer Höhe von 1141 Metern ist der Brocken im Nationalpark Harz der höchste Berg Norddeutschlands. Die einzige Zufahrt zum Gipfelplateau ist die Brockenstraße, auf der man auf einer Länge von 9,6 Kilometern insgesamt etwa 525 Höhenmeter überwindet.

In der Wintersaison – von Oktober bis April – muss die gesamte Straße geräumt werden, um dem Rettungsdienst, der Feuerwehr, dem Personal der Wetterwarte, dem Betriebsdienst der Harzer Schmalspurbahn sowie Mitarbeitern und Versorgungsfahrzeugen des Brockenwirts die Zufahrt zu ermöglichen. Aufgrund der Umweltschutz-Bestimmungen im Nationalpark Harz darf die Brockenstraße nicht mit abtauenden Mitteln bestreut, sondern lediglich mit Schneepflug und Schneefräse vom Schnee befreit werden.

Seit 2017 wird der Winterdienst von Unimog-Servicepartner Nutzfahrzeuge Hasselfelde übernommen. Beinahe täglich schickt Geschäftsführer Christian Degenhardt seine Mannschaft mit schwerem Gerät auf die Brockenstraße.

Vom U84 (Typ 406) bis zum nagelneuen U429 (Typ UGE)

Um das besondere Projekt mit vier Unimog-Generationen auf dem Brocken realisieren zu können, wurde die bestehende Unimog-Flotte in Hasselfelde durch uns um einen nagelneuen Unimog U429 mit kompletter Kommunalausstattung und Schmidt Winterdienstausrüstung erweitert. Der Unimog-Geräteträger verfügt über ein hydrostatisches Getriebe, eine Kommunalhydraulik mit Schneepflugentlastung und „Electronic Quick Reverse“ für schnelles Umschalten zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgängen.

Normalerweise wird der Winterdienst auf der Straße zum Brockenplateau hauptsächlich durch einen Unimog U400 (Baujahr 2004) mit Frässchleuder und Trockengutstreuer realisiert. Dank kommunaler Ausstattung mit Frontzapfwelle, hydrostatischem Getriebe, Arbeitsgruppe sowie der Wechsellenkung Variopilot ist die Arbeit mit dem Unimog absolut komfortabel. Unterstützung bekommt er von einem Unimog U2400 (Baujahr 1995). Der leistungsstärkste Vertreter der Baureihe 437 ist ebenfalls mit einer Schneefrässchleuder und dazu mit einem Palfinger-Kran (PK 11000 B) in einer seltenen abnehmbaren Ausführung ausgerüstet. Trotz Kran hat auch dieser Unimog die volle kommunale Ausstattung.

Wenn die „Unimog-Jünglinge“ alleine nicht mehr weiterkommen, eilt ein U84 (Baujahr 1979) zu Hilfe. Während der Unimog der Baureihe 406 sich mit seinen 62 kW (84 PS) doch eher gemächlich auf den Brocken schiebt, versorgt der aufgebaute Antriebsmotor (OM 355 A) die Schmidt Vorbau-Schneefräse mit satten 191 kW (260 PS). Das Besondere an diesem Fahrzeug: Der Unimog wurde nach der Schneekatastrophe 1978/1979 für den Winterdienst in Quickborn bei Hamburg angeschafft. Ein weiterer Winter mit Schneechaos blieb in der Norddeutschen Region jedoch aus und so wurde der U84 nach über 35 Jahren mit einer Laufleistung von gerade einmal 5900 Km und nur 141 Betriebsstunden außer Dienst gestellt. Auf dem Brocken muss er dafür jetzt wieder so richtig ran an den Schnee und erlebt seinen zweiten Frühling – oder besser Winter.


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